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3 Min. Lesezeit · Stand: 31.10.2026

Anschreiben, das gelesen wird

Ein gutes Anschreiben ist eine Seite lang, persönlich und konkret. Hier steht der Aufbau nach DIN 5008, wie du ohne Floskel anfängst und wie du dich per E-Mail bewirbst.

Im Anschreiben erklärst du, warum du zu genau diesem Job passt. Der Lebenslauf zeigt, was du gemacht hast. Das Anschreiben zeigt, wer du bist und warum du willst.

Der Aufbau nach DIN 5008

  1. 1AbsenderOben stehen dein Name, deine Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.
  2. 2EmpfängerFirma, Ansprechperson, Straße, Postleitzahl und Ort.
  3. 3DatumRechtsbündig über dem Betreff, zum Beispiel 31.10.2026.
  4. 4BetreffFett und ohne das Wort „Betreff“, zum Beispiel „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Kauffrau im Einzelhandel“.
  5. 5AnredeAm besten mit Namen, etwa „Sehr geehrte Frau Becker,“. Den Namen findest du in der Anzeige oder mit einem kurzen Anruf.
  6. 6TextDrei bis vier kurze Absätze: Einstieg, warum du passt, was du mitbringst, Schluss.
  7. 7Gruß„Mit freundlichen Grüßen“ und darunter dein Name. Eine eingescannte Unterschrift ist schön, aber kein Muss.
  8. 8AnlagenZum Beispiel Lebenslauf, letztes Zeugnis und Praktikumsbescheinigung.

Der Einstieg: bitte nicht „hiermit bewerbe ich mich“

Diesen Satz lesen Betriebe ständig. Fang lieber mit etwas an, das nur auf dich passt:

  • „Seit meinem Schülerpraktikum in einer Bäckerei weiß ich, dass ich mit Lebensmitteln arbeiten möchte.“
  • „Im Handballverein trainiere ich jeden Samstag die Jüngsten. Dabei merke ich, wie gern ich anderen etwas erkläre.“
  • „In Ihrem Hofladen kaufe ich selbst gern ein, und ich würde dort gern mit anpacken.“

Der Hauptteil: zeigen statt behaupten

„Ich bin teamfähig und zuverlässig“ steht in sehr vielen Bewerbungen. Belege deine Stärken lieber mit einem Beispiel: „Zwei Jahre lang habe ich jeden Mittwoch Prospekte ausgetragen und keinen Termin verpasst.“ Das zeigt Zuverlässigkeit, ohne dass du das Wort brauchst.

Geh auf die Anzeige ein. Was sucht der Betrieb, und welche zwei, drei Punkte davon bringst du mit? Schreib auch, ab wann und wie viele Stunden du arbeiten kannst. Das hilft bei der Planung.

Der Schluss

Kurz und selbstbewusst, zum Beispiel: „Ich freue mich darauf, Sie in einem Gespräch kennenzulernen.“ Lass „würde“ und „hoffe“ weg.

Länge und Form

  • höchstens eine Seite
  • Schriftgröße 11 oder 12 Punkt in einer gut lesbaren Schrift
  • den Betrieb mit „Sie“ ansprechen
  • für jede Stelle ein eigenes Anschreiben, denn Serienbriefe fallen auf

Bewerbung per E-Mail

  • Eine PDF-Datei: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse zusammen in einer Datei, möglichst klein.
  • Dateiname: zum Beispiel Bewerbung_Vorname_Nachname.pdf
  • Betreff: zum Beispiel „Bewerbung als Aushilfe im Verkauf“, dazu die Kennziffer aus der Anzeige, falls es eine gibt.
  • E-Mail-Text: zwei, drei Sätze und ein Gruß. Das eigentliche Anschreiben steckt im PDF.
  • Absender: eine seriöse Adresse, kein Spitzname.

Loslegen kann dir einen Entwurf mit KI schreiben. Er stützt sich auf dein Profil und die Anzeige. Lies ihn trotzdem genau, pass ihn an deine Sprache an und prüf jeden Satz. Schick nur ab, was wirklich stimmt.

Bundesagentur für Arbeit: Ausbildung, Studium, Bewerbung

Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Gesetzliche Werte prüfen wir regelmäßig.