3 Min. Lesezeit · Stand: 31.10.2026
Für Eltern: sicher in den ersten Job
Dein Kind sucht einen Job oder eine Ausbildung? Hier steht, wann du zustimmen musst, welche Rechte dein Kind hat, woran du unseriöse Angebote erkennst und wie Loslegen mit Daten umgeht.
Der erste Job ist ein großer Schritt, für dein Kind und für dich. Hier sind die wichtigsten Antworten.
Wann deine Zustimmung nötig ist
- Arbeits- und Ausbildungsvertrag: Unter 18 braucht dein Kind dafür die Zustimmung der Eltern.
- Jobs mit 13 und 14: Leichte Arbeiten sind nur mit Einwilligung der Eltern erlaubt.
- Girokonto: Auch für ein eigenes Konto braucht dein Kind unter 18 deine Zustimmung.
- Anmeldung bei Loslegen: Unter 16 bestätigt dein Kind bei der Anmeldung, dass du einverstanden bist. Sprecht vorher darüber.
Was dein Kind darf
- Mit 14
- leichte Arbeiten, höchstens 2 Stunden am Tag, zwischen 8 und 18 Uhr, nicht vor oder während der Schule
- 15 bis 17, noch vollzeitschulpflichtig
- wie mit 14, in den Ferien bis zu 4 Wochen im Jahr auch länger
- 15 bis 17, nicht mehr vollzeitschulpflichtig
- höchstens 8 Stunden am Tag und 40 pro Woche, zwischen 6 und 20 Uhr
- Urlaub
- 30, 27 oder 25 Werktage, je nach Alter
- Mindestlohn
- erst ab 18 oder nach abgeschlossener Berufsausbildung
Akkordarbeit, gefährliche Arbeiten und Jobs in Nachtclubs oder Spielhallen sind für Minderjährige tabu. Beschäftigt ein Betrieb Kinder unter 15 oder vollzeitschulpflichtige Jugendliche, muss er dich über mögliche Gefahren und die Schutzmaßnahmen informieren.
Außerdem hat dein Kind dieselben Rechte wie alle Beschäftigten, zum Beispiel bezahlten Urlaub, Lohn bei Krankheit und die wichtigsten Arbeitsbedingungen schriftlich.
Warnzeichen bei Jobangeboten
Bei diesen Zeichen solltet ihr stutzig werden:
- Vorkasse: Dein Kind soll vorab zahlen, etwa für Material, eine Schulung oder die Anmeldung.
- Kein Impressum: Auf der Website fehlen Name und Anschrift des Betriebs.
- Private Treffpunkte: Das Gespräch soll in einer Wohnung, im Auto oder an einem abgelegenen Ort stattfinden.
- Zu schön, um wahr zu sein: viel Geld für wenig Arbeit, keine Erfahrung nötig, sofort starten.
- Druck und Heimlichkeit: Dein Kind soll sich schnell entscheiden oder niemandem davon erzählen.
- Konto oder Pakete: Geld über das eigene Konto weiterleiten oder Pakete annehmen und weiterschicken. Das kann strafbar sein.
- Daten zu früh: Ausweiskopie oder Kontodaten schon vor einem Vertrag.
- Nur per Messenger: keine Firmen-E-Mail, kein Festnetz, keine Adresse.
Begleite dein Kind zum ersten Gespräch oder zumindest bis vor die Tür. Seriöse Betriebe haben damit kein Problem.
Wie Loslegen dein Kind schützt
- Altersfilter: Stellen, die für die gewählte Altersgruppe nicht erlaubt sind, blenden wir aus, soweit die Anzeige das erkennen lässt.
- Geprüfte Anzeigen von Betrieben: Anzeigen, die Betriebe direkt bei uns einstellen, prüfen wir vor der Veröffentlichung. Eine automatische Prüfung weist dabei auf Verstöße gegen den Jugendarbeitsschutz hin.
- Meldefunktion: Jede Anzeige lässt sich melden, auch ohne Konto. Bei Verstößen blenden wir sie aus.
- Kein Chat mit Fremden: Betriebe sehen ein Profil nur, wenn sich dein Kind aktiv über Loslegen bewirbt. Danach gibt es nur Statusmeldungen und kurze Nachrichten zur Bewerbung.
- Sparsam beworben: Schwächen und Gehaltswunsch aus dem Profil gehen bei einer Bewerbung nicht an den Betrieb, ein Foto nur, wenn dein Kind das auswählt.
Wie Loslegen mit Daten umgeht
- Verschlüsselt gespeichert: Profile, Dokumente und Bewerbungen liegen verschlüsselt in unserer Datenbank.
- Keine Tracker: keine Analyse-Tools, keine Werbung, nur ein technisch nötiges Anmelde-Cookie. Deshalb gibt es kein Cookie-Banner.
- Ohne Konto nutzbar: Im Gastmodus bleiben die Daten auf dem Gerät.
- KI nur auf Klick: Ein Entwurf mit KI entsteht nur, wenn dein Kind ihn anfordert. Name, Kontaktdaten und Foto gehen dabei nicht an die KI.
- Jederzeit löschen: In den Einstellungen lassen sich alle Daten herunterladen und das Konto komplett löschen.
Wir prüfen Anzeigen von Betrieben sorgfältig, kennen aber nicht jeden Betrieb vor Ort. Stellen aus anderen Jobbörsen prüfen wir nicht einzeln vorab. Schaut euch jedes Angebot gemeinsam an.
Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Gesetzliche Werte prüfen wir regelmäßig.