Zum Inhalt springen
Alle Ratgeber

3 Min. Lesezeit · Stand: 31.10.2026

Lebenslauf schreiben: so geht’s

Ein guter Lebenslauf ist kurz, klar und ehrlich. Hier steht, was hineingehört, was du weglassen kannst und wie du ihn auch ohne Berufserfahrung gut füllst.

Der Lebenslauf ist oft das Erste, was ein Betrieb von dir sieht. Wer Bewerbungen liest, hat meist wenig Zeit. Deshalb zählt vor allem eins: Man muss schnell erkennen, wer du bist und was du kannst.

Der Aufbau

In Deutschland ist der tabellarische Lebenslauf üblich. Links steht der Zeitraum, rechts, was du gemacht hast. Das Neueste kommt jeweils zuerst. Das nennt man antichronologisch.

  1. 1Persönliche DatenName, Adresse, Telefonnummer und eine seriöse E-Mail-Adresse, am besten mit Vor- und Nachnamen.
  2. 2Kurzprofil (optional)Zwei, drei Sätze dazu, wer du bist und was du suchst.
  3. 3Schule und AusbildungDeine aktuelle Schule mit Klasse, der angestrebte Abschluss und wann du ihn voraussichtlich machst. Später kommen Ausbildung, Studium und Abschlüsse dazu.
  4. 4ErfahrungJobs, Praktika und Ehrenamt. Schreib zu jedem Eintrag ein bis drei Aufgaben.
  5. 5Kenntnisse und SprachenZum Beispiel Computerprogramme, Führerschein und Sprachen mit Niveau, etwa „Englisch: gut (B1)“.
  6. 6Interessen und EngagementHobbys, Verein und Ehrenamt, kurz und konkret.

Was du weglassen kannst

  • Foto: ist freiwillig. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt dich vor Benachteiligung, etwa wegen Herkunft, Geschlecht oder Alter. Ein Betrieb soll dich nach deinen Fähigkeiten auswählen, nicht nach deinem Bild. Wenn du ein Foto nutzt, dann ein aktuelles und freundliches.
  • Unterschrift: ist heute optional. Bei Bewerbungen per E-Mail oder Online-Formular geht es gut ohne.
  • Religion, Familienstand, Berufe der Eltern: gehören nicht hinein.
  • Geburtsdatum: ist freiwillig. Unter 18 ist es aber sinnvoll, denn der Betrieb muss wissen, welche Jugendschutzregeln für dich gelten.

Lücken ehrlich erklären

Eine Lücke von ein paar Monaten ist kein Problem. Längere Zeiten erklärst du kurz und ehrlich, zum Beispiel mit „Berufsorientierung und Ferienjobs“, „Pflege eines Angehörigen“ oder „Elternzeit“. Krankheiten musst du nicht genauer beschreiben.

Länge und Form

  • Eine Seite reicht für den Anfang, mehr als zwei sollten es nicht werden.
  • Eine gut lesbare Schrift, klare Abschnitte und genug Abstand.
  • Einheitliche Datumsangaben, zum Beispiel 09/2025.
  • Als PDF verschicken, nie als bearbeitbare Textdatei.
  • Keine Tippfehler: Lies ihn laut vor oder lass jemanden drüberschauen.

Mit 14 bis 16: Was, wenn ich noch nichts gemacht habe?

Du hast mehr zu bieten, als du denkst. Betriebe wissen, dass du noch zur Schule gehst. Zeig, was du in der Schule und in deiner Freizeit machst:

  • Schule: Lieblingsfächer, AGs, Schülerzeitung oder ein Amt als Klassensprecherin oder Klassensprecher
  • Praktikum: Auch ein kurzes Schülerpraktikum zählt.
  • Ehrenamt und Vereine: Training mit Jüngeren, Jugendfeuerwehr, Messdienst, Hilfe im Tierheim
  • Kleine Jobs: Babysitten, Nachhilfe, Prospekte austragen
  • Kenntnisse: Sprachen, die du zu Hause sprichst, Videos schneiden, Programmieren

Schreib, was du konkret gemacht hast. „Seit einem Jahr jeden Mittwoch Prospekte im Viertel ausgetragen“ sagt mehr als „zuverlässig“.

Bei Loslegen baust du deinen Lebenslauf Schritt für Schritt aus deinem Profil und speicherst ihn als PDF.

Bundesagentur für Arbeit: Ausbildung, Studium, Bewerbung

Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Gesetzliche Werte prüfen wir regelmäßig.