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2 Min. Lesezeit · Stand: 31.10.2026

Schülerpraktikum finden und gut machen

Ein Praktikum ist die beste Chance, einen Beruf von innen zu sehen. Hier steht, wie du einen Platz findest, was im Praktikum gilt und wie du einen guten Eindruck hinterlässt.

Im Schülerpraktikum arbeitest du ein paar Tage oder Wochen in einem Betrieb mit. Meist organisiert deine Schule das als Betriebspraktikum und legt fest, wann und wie lange es dauert. Den Platz suchst du dir aber oft selbst.

Was im Praktikum gilt

Arbeitszeit
höchstens 7 Stunden am Tag und 35 pro Woche, solange du vollzeitschulpflichtig bist
Pausen
30 Minuten bei mehr als 4,5 Stunden, 60 Minuten bei mehr als 6 Stunden
Geld
meist keins, der Mindestlohn gilt im Pflichtpraktikum nicht
Versicherung
über die Schule unfallversichert

Einen Platz finden

  1. 1Interessen sammelnWas machst du gern? Draußen sein, mit Menschen reden, Technik, Tiere? Schreib drei Berufsfelder auf.
  2. 2Betriebe suchenBei Loslegen findest du Praktikumsplätze aus der Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit. Frag auch Familie und Bekannte, wo sie arbeiten.
  3. 3Früh anfragenBeliebte Plätze, etwa beim Tierarzt oder in der Kita, sind schnell weg. Frag einige Monate vorher.
  4. 4Kurz bewerbenMeist reichen ein kurzes Anschreiben mit dem Zeitraum und ein Lebenslauf. Manchen Betrieben genügt ein Anruf oder eine E-Mail.
  5. 5Unterlagen klärenGib dem Betrieb die Formulare deiner Schule, zum Beispiel die Praktikumsvereinbarung.

Trau dich anzurufen. Ein Satz reicht: „Ich bin in der 9. Klasse und suche für zwei Wochen im März einen Praktikumsplatz. Mit wem kann ich darüber sprechen?“

So machst du ein gutes Praktikum

  • Pünktlich sein. Bist du krank, sag früh Bescheid, im Betrieb und in der Schule.
  • Fragen stellen. Neugier kommt gut an. Schreib dir die Antworten auf.
  • Mit anpacken. Hast du nichts zu tun, biete deine Hilfe an.
  • Handy weg während der Arbeit, außer jemand sagt etwas anderes.
  • Verschwiegen sein. Was du über Kundschaft oder Patienten erfährst, bleibt im Betrieb.
  • Notizen machen. Viele Schulen wollen einen Praktikumsbericht. Mit täglichen Notizen ist er schnell geschrieben.

Zum Schluss

Bitte am letzten Tag um eine Praktikumsbescheinigung, gern mit ein paar Sätzen zu deiner Arbeit. Sie kommt in deine nächste Bewerbung. Hat es dir gefallen, frag nach Ferienjobs, weiteren Praktika oder einem Ausbildungsplatz. Und bedank dich, persönlich oder mit einer kurzen E-Mail.

Freiwillig in den Ferien

Ein Praktikum geht auch freiwillig in den Ferien. Unter 18 gilt dann der Jugendarbeitsschutz wie bei einem Ferienjob: Mit 14 sind nur leichte Arbeiten bis 2 Stunden am Tag erlaubt. Ab 15 und noch vollzeitschulpflichtig sind es höchstens 4 Wochen im Jahr, zusammen mit Ferienjobs.

Ein Praktikum soll dir etwas beibringen. Sollst du nur putzen oder schleppen oder länger bleiben als erlaubt, sprich mit deiner Lehrkraft.

Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)

Bundesagentur für Arbeit: Ausbildung, Studium, Bewerbung

Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Gesetzliche Werte prüfen wir regelmäßig.